Cultural Studies

Die Alltagskultur, wie sie sich in unterschiedlichen Lebensstilen manifestiert, ist einem ständigen Wandel unterworfen. Die jüngere Generation eignet sich auch in den neuen Mitgliedsländern der EU neue Standards an, die in der Isolation des Ostblocks nicht denkbar waren. Die Kulturen Europas sind im kontinuierlichen Austausch mit einander und sind dabei keineswegs homogen, sondern offen und grenzüberschreitend. Zwar bestehen weiterhin Tiefenstrukturen und Kernwerte, die in unterschiedlichen Mentalitäten weiter leben; jedoch verändern sie sich durch den Austausch mit anderen Kulturen zusehends. In der Unübersichtlichkeit des dynamischen Kulturwandels bieten die Medien in ihren Mustern, Standards und Stereotypen vermeintliche  Handlungs- und Orientierungssicherheit. Weil die Menschen das eigene kulturelle Handeln gerne über vorhandene Standards definieren, reichen standardisierte Interviews nicht aus, um über ihr kulturelles Handeln zu urteilen. Eine Anpassung der Forschungsmethode an die Dynamik des kulturellen Wandels erfordert gleichermaßen teilnehmende Beobachtung, Wahrnehmung der Situation und des Kontextes und Reagieren auch auf komplexes, widersprüchliches Verhalten. Wissenschaftliche Beratung und adäquate Kommunikationsformen bieten wir für Interessenten, die

• ihre kulturelle Identität den Anforderungen anpassen wollen
• ihre kulturelle Umwelt definieren oder neu gestalten wollen
• die Kultur der neuen EU-Länder kennen lernen wollen
• die Institutionalisierung kultureller Interessen beabsichtigen

Forschungsschwerpunkte:
• Kultureller Wandel in Rumänien und Ungarn
• Minderheiten in den neuen EU-Ländern
• Zuwanderung aus Südosteuropa
• Urlaubsgewohnheiten der Deutschen
• Rollenbilder in gängigen Fernsehformaten und ihre Rezeption
• Inhaltsanalyse von Printmedien
• Mode und ihre gruppenspezifische Objektivierung
• Jugendkulturen